Pirna-Achter 2015 wieder als reiner Vereinsachter unterwegs

Es waren zwei furiose Jahre für den Pirna-Achter. Ende 2013 dachte man schon, dass die Saison nicht besser hätte laufen können. Mit Platz sechs in der Tabelle von Deutschlands besten Sprintteams und einer Medaille am letzten Renntag, konnte das Vorjahresergebnis noch einmal verbessert werden. Was 2014 geschah hätte am Anfang des Jahres noch keiner gedacht. Platz drei in der PRODYNA Ruder-Bundesliga (RBL) und Platz sechs in der Rowing-Championsleague. Eine Saison, wie sie der Pirna-Achter noch nicht erlebt hat. Mit tatkräftiger Unterstützung von der Wurzener Rudervereinigung konnte unter Trainer Olaf Hanus eine schlagkräftige Truppe formiert werden, die sich zu den besten Sprintteams in Europa zählen konnte.
Doch in diesem Jahr stehen dem Pirna-Achter einige Neuerungen bevor. Die drastischste dabei ist, dass die CANALETTO ohne die Kräfte aus Wurzen auskommen muss und wieder einen reinen Vereinsachter aus Pirna fährt. Die Wurzener Rudervereinigung wird ihren eigenen Weg gehen und selber mit einem eigenen Achter in der zweiten Bundesliga starten.
„Es ist natürlich sehr schade, eine so starke Truppe auseinander zu reißen. Aber wir können es den Jungs nicht verübeln. Schließlich wollen sie auch die Farben ihres Heimatvereins hochhalten.“, so Trainer Olaf Hanus.

Neuerungen in der Trainingsstruktur
Aufgrund zahlreicher beruflicher und persönlicher Veränderungen einiger Mannschaftsmitglieder, stand bis kurz vor Weihnachten die Frage im Raum, ob der Pirna-Achter überhaupt in der Bundesliga starten würde. Doch nach einer langen Zusammenkunft stand fest: Der Pirna-Achter hält auch 2015 die Farben Pirnas auf den Regattaplätzen der Republik hoch.
Durch die beruflichen Veränderungen wird der Achter allerdings ein Ferntrainingsboot werden. Das bedeutet, dass die Mannschaftsmitglieder unter Woche selbstständig trainieren und die Mannschaft an festgesetzten Wochenenden zu intensiven Trainingslagern auf dem Wasser zusammen kommt. Dies hat leider zum Nachteil, dass den Athleten einige, so wichtige Wasserkilometer fehlen werden.

Alte Kräfte und junges Blut kommen wieder zusammen
Dennoch kann der Trainer wieder auf einen starken Kader zurückgreifen. Dabei gelang es, den „Alterspräsidenten“ des Pirna-Achters, Henry Mierzwa, wieder ins aktive Bundesligageschehen zurückzuholen. Ebenso konnte Anton Wende als Wiedereinsteiger für die Trainingsgruppe gewonnen werden. Aber auch „Neulinge“ stehen dem Pirna-Achter zur Verfügung. So rücken Willi Holtermann, Paul Hussek und Florian Ritschel ins Boot nach. Diese drei waren im vergangenen Jahr Trainingspartner der Stammmannschaft und hatten auf verschiedenen Regatten bereits Einsätze.
„Die Herausforderung wird diesmal sein, wieder eine so geschlossene Rudertechnik wie im Vorjahr ins Boot zu bekommen. Das war im letzten Jahr relativ einfach, da sich die Zusammensetzung zu 2013 kaum verändert hatte. Diesmal ist die Mannschaft in dieser Konstellation nicht eingefahren. Zwar sind wir alle zusammen schon einige Trainingskilometer gefahren, aber eben noch keine Wettkämpfe.“, analysiert Trainer Hanus die Mannschaft. Somit wird das Frühjahr der Pirnaer Jungs von langen Technikeinheiten geprägt sein. Der erste Wettkampf der CANALETTO-Crew wird am 11. April bei der Langstrecke in Passau stattfinden. Danach heißt es: Fit werden für PRODYNA Ruder-Bundesliga (RBL). Diese wird am 16. Mai in Frankfurt am Main starten.

Mittelfeld fest im Blick
Auch wenn das Ergebnis aus dem letzten Jahr für sich spricht, so sehen sich die Elbstädter auf keinerlei in einer Favoritenrolle, wie Mannschaftskapitän Stefan Schaaf erklärt: „ Wir müssen uns dieses Jahr erst wieder finden. Die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass es schwer ist, in nur einem Frühjahr eine Mannschaft zu formen, die an der Spitze der RBL mitrudern kann.“ Dennoch wollen die Recken vom Pirna-Achter im guten Mittelfeld mitmischen.
Man darf also wieder gespannt sein, was die „Gute-Laune-Truppe“ aus Pirna in diesem Jahr auf die Beine stellt. Darauf einen Riemen- und Dollen- Bruch!